MINDSETS: »Mind« ist Ihnen zu vage? Drei Hinweise, warum Sie umdenken sollten

Worum geht's?

»Mind« ist ein nützlicher Kofferbegriff, den es im Deutschen nicht gibt. Wir verstehen die Abneigung gegenüber Denglisch, aber nicht jedes Denglisch ist semantisch unbegründet und achtlos. »Mind« verschafft einen Unschärfegewinn. (Dass die Reduktion von Präzision ein Gewinn sein kann, ist in unserem Wirtschaftskreis kaum vermittelbar.) Er umfasst so Unterschiedliches wie Denken, Reflexionen und Gedankenexperimente, Einstellungen, Haltungen, Motive, Wünsche, Sehnsüchte und Befürchtungen, Hoffnung, Ängste usw. »Mindsets« sind kulturspezifische Cluster von Bewusstseinsinhalten.

Wozu ist das gut oder nützlich?

»Mit Speck fängt man Mäuse«, umschreibt der Vertrieb gern. »Mit Attraktoren fängt man Aufmerksamkeit« zum Beispiel wäre eine hilfreiche nächste Variante. Denn in einer VUCA-Welt, die auf globalen, transparenten Märkten in überwiegend »Roten Ozeanen« (extremen Konkurrenzverhältnissen) gut vergleichbare Produkte und Dienstleistungen präsentiert, entsteht eine neuartige Verkaufsfläche, ein fremdartig anmutendes Arsenal von mentalen Triggern: Aufmerksames Realisieren, emotionale Geneigtheit, Responsivität, etwa kurze »Aha's«, spontanes Hinschauen, ein kurz-mal-Klicken (einer der Treiber für das rasant steigende Interesse an Neuro-Sciences). Hier wohnt der »Mind«. Er kann Ihr bester Freund sein - oder eben auch nicht. In jedem Fall sind Sie für ihn mitverantwortlich, und das macht die Sache riskant; für Führungskräfte mitunter überlebenswichtig.

  1. Schaffen Sie es, Ihre Stakeholder zu teasern? 
  2. Realisieren die Sie? Nehmen z. B. potenzielle Bewerber:innen Ihr Haus wahr? 
  3. Kommen Sie ins Relevant Set derjenigen, die für Sie überlebenswichtig sind?

Früher hießen die Antworten darauf: Vertrieb, Marketing, HR und Controlling. Sie müssen nicht alle alten Zöpfe weiterflechten, geben Sie auch anderen eine Chance. Kümmern Sie sich lieber ums Nächste.

Mindset-Gestaltung geht nicht via BWL, der Platzhirsch dort heißt bis heute »Kundenorientierung«. Hier geht es aber um etwas anderes: die Folge-Stufe. Die neue Ebene ist praktisch nicht schwierig, für uns Europäer nur maximal kontraintuitiv. Warum? Derlei riecht nach Manipulation, vielleicht sogar nach Gehirnwäsche, in jedem Fall nach moralisch unlauteren Dingen. Wer ein:e gute:r Unternehmer:in ist, tut das nicht. Die gute Nachricht: Sie müssen ja auch nicht! Kundenorientierung bleibt. Wir stufen auf, es kommt nur etwas hinzu. Die schlechte: Wer den Zeitpunkt dafür verpasst, gerät leicht in Schwierigkeiten. Das Profil speziell dieser Schwierigkeiten hier: Sie werden nicht ohne Weiteres herausbekommen, wo der Grund dafür liegt, dass Menschen, die Sie erreichen wollen, Sie links liegen lassen. Denn das haben wir nicht gelernt: Wir »können« keine Mindsets. Wir können Mentales nicht »wechseln«, es ist praktisch für uns nicht handhabbar. Für Europäer ist der Geist kein Praxisbereich. Bewusstsein - auch unseres - führen daher gegenwärtig vor allem andere (in Sachen Digitalisierung z. B. die USA).

Ein Bias. Und für Führungskräfte gefährlich.

Das lässt sich ändern. Unsere Instrumente: Denk Tanks, Keynotes und Bücher. Versuchen Sie zum Thema Digitalisierung doch mal unsere deutschen Cases. Da gibt's Europa auf die Synapsen.

Schwarze Schwäne

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